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MINF

MINF – 3. Jahrgang

Medieninformatik

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MINF Fach-Kürzel
HAK Schwaz
2023/24 Schuljahr
Projekte & Arbeiten

Desktop Publishing, Corporate Design und Typografie-Gestaltung

Theoretischer Hintergrund & Erklärung:

Professionelles Print-Design (Desktop Publishing) unterscheidet sich gravierend vom Web-Design. Im Printbereich arbeitet man im subtraktiven CMYK-Farbmodell (Cyan, Magenta, Yellow, Key/Black) und nicht im RGB-Modell von Bildschirmen. Zudem benötigt jedes Element, das bis an den Rand gedruckt wird, einen sogenannten Anschnitt (Bleed) – randabfallend, meist 3 mm –, um weiße Blitzer beim Papierschnitt in der Druckerei zu vermeiden.

Das Fundament eines guten Layouts bilden die CRAP-Prinzipien:

  • Contrast (Kontrast): Erzeugt Spannung und Hierarchie (z.B. dunkle Schrift auf hellem Grund, große Überschrift vs. kleiner Fließtext).
  • Repetition (Wiederholung): Wiederkehrende Farben, Schriften und Formen schaffen Corporate Identity.
  • Alignment (Ausrichtung): Nichts darf zufällig platziert werden; optische Achsen geben dem Auge Halt.
  • Proximity (Nähe): Zusammengehörige Informationen müssen physisch nahe beieinanderstehen.

Aufgabenstellung:

Konzeption und Layouterstellung eines „Portfolio-Zines“ (A3 gefalzt) in Adobe InDesign. Die Gestaltung sollte ästhetisch anspruchsvoll, strukturiert und absolut druckfähig sein.

Vorgehensweise & Umsetzung:

Ich begann mit der Festlegung meines typografischen Konzepts und entschied mich für die Schriftenfamilie Brother 1816. Diese Grotesk-Schrift ist extrem gut lesbar und bietet eine moderne Anmutung. Meine Farbpalette konzentrierte sich auf starke Kontraste aus satten Lila- und Blautönen. In InDesign konfigurierte ich meine Arbeitsfläche (Portfolio-Zine.indd) mit einem strikten 5mm Randabstand und richtete ein Basislinienraster ein, an dem sich alle Textblöcke ausrichteten (Alignment). Bei der Anordnung von Grafiken (z.B. dem hochgeladenen Cover-Bild Ich.jpg) achtete ich stets auf den erforderlichen Anschnitt. Um die Jahrgänge im Zine optisch abzugrenzen, nutzte ich wiederkehrende grafische Elemente (Repetition).

Ergebnis & Reflexion:

Das Portfolio-Zine ist ein meisterhaftes Beispiel für Print-Architektur. Das Projekt hat mir gezeigt, dass exzellentes Design auf mathematischer Präzision, Rastern und psychologischer Leserführung basiert und nicht nur auf „kreativem Ausprobieren“.

Zine Cover Platzhalter
Zine Seite 1 Platzhalter
Zine Seite 2 Platzhalter
Zine Seite 2 Platzhalter
Zine Seite 2 Platzhalter
Zine Seite 2 Platzhalter
Zine Seite 2 Platzhalter