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NTMA

NTMA – 4. Jahrgang

Netzwerkmanagement

TCP/IP Server VMs Linux Cisco Firewall IT-Infrastruktur
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NTMA Fach-Kürzel
HAK Schwaz
2024/25 Schuljahr
Projekte & Arbeiten

Enterprise Server-Management und Virtualisierung (VirtualBox)

Theoretischer Hintergrund & Erklärung:

Ein Desktop-Betriebssystem (wie Windows 10/11) ist auf die visuelle Interaktion (GUI) mit einem einzelnen Benutzer ausgelegt. Ein Server-Betriebssystem (wie Windows Server 2022) ist hingegen fundamentell auf Hintergrunddienste (Services), Stabilität und die zentrale Verwaltung hunderter Clients ausgerichtet. Server OS verzichten auf ressourcenhungrige Consumer-Apps (Microsoft Store) zugunsten von Serverrollen (wie AD, Hyper-V, DNS).

Eine wichtige Funktion ist die professionelle Datenträgerverwaltung. Während "Basisdatenträger" fixe Partitionstabellen aufweisen, ermöglichen "Dynamische Datenträger" in der Serverumgebung die Erstellung volumenübergreifender Laufwerke und Software-RAIDs (Redundant Array of Independent Disks, wie RAID 0 für Speed, RAID 1 für Spiegelung/Sicherheit).

Virtualisierung (Hypervisor-Technologie wie VirtualBox) erlaubt es, eine komplett isolierte "Rechner-in-Rechner" Umgebung zu simulieren. Die VM erhält einen abstrakten Zugriff auf physische Ressourcen (CPU, RAM).

Aufgabenstellung:

Installation von Windows Server 2022 Standard Evaluation als virtuelle Maschine und das Evaluieren von Kern-Administrationsfunktionen und Serverrollen, abseits der normalen Desktop-Nutzung.

Vorgehensweise & Umsetzung:

Ich erstellte eine VM in VirtualBox mit einem virtuellen 4-Kern-Prozessor und einer dynamisch wachsenden virtuellen 32GB Festplatte. Da Server OS sehr RAM-lastig agieren können, beobachtete und justierte ich den zugewiesenen Arbeitsspeicher (zwischen 2 und 4 GB) systematisch, um Abstürze zu vermeiden (Ressourcenmanagement).

Über das Herzstück des Systems, den Server-Manager, richtete ich Serverrollen ein. Ich analysierte den Unterschied von Basis- und dynamischen Disks. In der Praxis installierte ich den IIS (Internet Information Services) Webserver. Um diesen professionell erreichbar zu machen, fügte ich die DNS-Rolle hinzu und konfigurierte eine dedizierte DNS-Zone mit A-Records für die Domain-Auflösung. Das Konzept des Active Directory (AD DS), welches das Netzwerk in einer "Domäne" zusammenfasst und Benutzer mittels Gruppenrichtlinien (GPOs) zentral verwaltet, recherchierte ich theoretisch, um die architektonische Vision eines Enterprise-Netzwerks zu verinnerlichen.

Ergebnis & Reflexion:

Trotz Performance-Hürden der VM bewies ich die Fähigkeit, komplexe Serverdienste zu konfigurieren. Ich verstehe die Mechanismen zentraler Domain-Infrastrukturen und kann eigenständig Netzwerkressourcen wie DNS und IIS-Webfrontends aufbauen und verwalten.