Medieninformatik
Professionelles Print-Design (Desktop Publishing) unterscheidet sich gravierend vom Web-Design. Im Printbereich arbeitet man im subtraktiven CMYK-Farbmodell (Cyan, Magenta, Yellow, Key/Black) und nicht im RGB-Modell von Bildschirmen. Zudem benötigt jedes Element, das bis an den Rand gedruckt wird, einen sogenannten Anschnitt (Bleed) – randabfallend, meist 3 mm –, um weiße Blitzer beim Papierschnitt in der Druckerei zu vermeiden.
Das Fundament eines guten Layouts bilden die CRAP-Prinzipien:
Konzeption und Layouterstellung eines „Portfolio-Zines“ (A3 gefalzt) in Adobe InDesign. Die Gestaltung sollte ästhetisch anspruchsvoll, strukturiert und absolut druckfähig sein.
Ich begann mit der Festlegung meines typografischen Konzepts und entschied mich für die Schriftenfamilie Brother 1816. Diese Grotesk-Schrift ist extrem gut lesbar und bietet eine moderne Anmutung. Meine Farbpalette konzentrierte sich auf starke Kontraste aus satten Lila- und Blautönen. In InDesign konfigurierte ich meine Arbeitsfläche (Portfolio-Zine.indd) mit einem strikten 5mm Randabstand und richtete ein Basislinienraster ein, an dem sich alle Textblöcke ausrichteten (Alignment). Bei der Anordnung von Grafiken (z.B. dem hochgeladenen Cover-Bild Ich.jpg) achtete ich stets auf den erforderlichen Anschnitt. Um die Jahrgänge im Zine optisch abzugrenzen, nutzte ich wiederkehrende grafische Elemente (Repetition).
Das Portfolio-Zine ist ein meisterhaftes Beispiel für Print-Architektur. Das Projekt hat mir gezeigt, dass exzellentes Design auf mathematischer Präzision, Rastern und psychologischer Leserführung basiert und nicht nur auf „kreativem Ausprobieren“.